Wissenswertes über Starterbatterien

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Ohne Starterbatterie funktioniert heutzutage kein Kraftfahrzeug mehr, egal ob Moped, Auto oder Traktor. Trotzdem wird sie meistens erst dann beachtet, wenn sie nicht mehr funktioniert. Spätestens dann beginnt das große Rätselraten über die Zahlen und Buchstaben auf der Batterie.

Worauf man beim Kauf achten sollte und was die Angaben auf der Batterie bedeuten, erklären wir in diesem Artikel!

Spannung

Die typische Nennspannung bei Starterbatterien beträgt 12 Volt. Dies trifft vor allem bei PKW, Traktoren und mittlerweile auch bei den meisten Motorrädern und Mopeds zu.

Es gibt jedoch auch Starterbatterien mit 6 und 24 Volt. Batterien mit 6 Volt kommen nur noch selten vor, zumeist in älteren Mopeds oder auch benzinbetriebenen Geräten.
24 Volt Batterien findet man in größeren landwirtschaftlichen Geräten und LKW.

Kapazität

Die Kapazität einer Batterie wird in der Regel in Amperestunden (Ah) angeben. Auf der Starterbatterie steht z.B. „100 Ah“. Das bedeutet, dass die Batterie 1 Stunde lang 100 Ampere abgeben kann.

Achtung: Oft wird geraten eine Batterie mit möglichst hoher Kapazität zu kaufen. Grundsätzlich ist daran – bis auf den höheren Preis – auch nichts verkehrt, so lange die Batterie normal funktioniert. Doch gibt es ein kleines Restrisiko, welches man kennen sollte!

Bei einem Kurzschluss oder Masseproblem kann im schlimmsten Fall die Bordelektronik beschädigt werden, wenn die Batterie sehr viel stärker ist als vom Fahrzeughersteller vorgesehen. Dies kommt allerdings nur äußerst selten vor, da die Elektronik durch Sicherungen geschützt ist.

Reservekapazität

Verwirrung herrscht oft über die Bezeichnungen „Kapazität“ und „Reservekapazität“. Dabei hängen beide fest zusammen.

Die Kapazität sagt aus, wie viel Energie in der Batterie insgesamt gespeichert werden kann. Die Reservekapazität wiederum sagt aus, wie lange (in Minuten) die Batterie durchhält, wenn eine bestimmte Stromstärke (Ampere) entnommen wird.

Eine 75 Ah Batterie kann also theoretisch 75 Stunden betrieben werden, wenn durchgehend 1 A entnommen wird.

Kaltstartstrom

Der Kaltstartstrom wird auch als Kälteprüfstrom bezeichnet. Hiermit wird angegeben, welche Stromstärke die Batterie bei -18 Grad Celsius für 30 Sekunden abgeben kann.

Wie der Name schon sagt, ist dieser Wert vor allem bei tiefen Temperaturen von Bedeutung. Kurz gesagt: Umso höher der Wert, desto besser ist es.

Aufladen

Im normalen Betrieb wird die Startbatterie während der Fahrt vom Fahrzeug aufgeladen. Es kann jedoch vorkommen, dass die Batterie manuell geladen werden muss. So z.B. wenn ein Fahrzeug längere Zeit nicht bewegt wurde und die Batterie daher nicht mehr über ausreichend Spannung verfügt um das Fahrzeug zu starten.

Nutzen Sie zum Aufladen der Autobatterie nur ein dafür ausgelegtes Ladegerät und beachten Sie sowohl die Hinweise des Batterieherstellers als auch die Anleitung des Ladegeräts.

Aus Sicherheitsgründen sollten Batterien grundsätzlich nur an gut belüfteten Orten geladen werden.

Wartung und Lagerung

Auch Startbatterien brauchen ein bisschen Aufmerksamkeit. Sie sollten daher von Zeit zu Zeit oberflächlich gereinigt und auf Schäden (Risse, Dellen usw.) kontrolliert werden. Prüfen Sie außerdem die Pole auf Korrosion.

Beachten Sie immer die Wartungshinweise auf der Batterie und in der Anleitung. Im Zweifel im Fachhandel bzw, direkt beim Hersteller nachfragen.

Bei älteren Batterien musste regelmäßig der Flüssigkeitsstand kontrolliert und ggf. destilliertes Wasser aufgefüllt werden. Dies ist bei den heutigen Batterien durchwegs nicht mehr notwendig! Viele Batterien dürfen gar nicht mehr geöffnet werden.

Batterien lagert man am besten bei +15 bis +25° Celsius an einem trockenen Ort ohne Sonneneinstrahlung.