Krisenvorsorge: Routenplanung für den Notfall

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Im Notfall hat man keine Zeit, seine Route lange zu planen. Es gibt nur 2 Möglichkeiten.
Man hat eine fertig durchdachte Route oder man muss improvisieren. Letzteres kann gut gehen, stellt aber ein großes Risiko dar!

Am besten beginnt man mit einer Liste von 2 Orten. Jene an denen man sich oft aufhält (Wohnung, Arbeit, …) sowie sichere Zufluchtsorte. Das kann ein weiterer Wohnsitz, das Haus eines Verwandten oder eine Wochenendhütte sein. Oder natürlich jeder andere Ort,

Nun legt man sich eine Haupt- und 1-2 Ausweichrouten für jede Kombination zurecht.

Folgende Parameter sind zu beachten:

  • Anzahl der Personen
  • Strecke dem Fahrzeug anpassen
  • Streckenlänge / Fahrtdauer
  • Die Strecke soll bei Stau angepasst werden können
  • Autobahnen möglichst meiden
  • Sicherheitsrelevante Engstellen (Brücken) beachten
  • Die Strecke sollte notfalls zu Fuß zu bewältigen sein

Festlegen der Route

Im jeweiligen Einzelfall kann es durchaus vorkommen, dass man von der geplanten Route abweichen muss um Gefahren oder Zeitverzögerungen zu vermeiden. Dennoch bietet eine zuvor festgelegte Route mehr Sicherheit als reine Improvisation!

Autobahnen:
Da es im Falle eines Staus auf Autobahnen keine Ausweichmöglichkeiten gibt, sollten diese unbedingt gemieden werden. Selbst der Pannenstreifen würde schnell verstopft werden. Als Ausweg bliebe nur noch der unsicherere Fußweg.

Hauptstraßen:
Diese bieten mehr Chance auf ein vorankommen, dennoch können auch hier schnell Staus entstehen. Das Ausweichen auf eine Nebenstraße ist jedoch einfacher. Je nach Straßenverlauf können entstehende Staus auch schneller bemerkt und eine Alternativroute gewählt werden.

Nebenstraßen:
Oft nicht die kürzeste und dennoch schnellste Möglichkeit voran zu kommen! Der Verkehr hält sich in Grenzen und bei Problemen lassen sich oft Ausweichmöglichkeiten finden. Auch wird man auf weniger Personen treffen, was die Sicherheit erhöht.

Schleichwege:
In ländlichen Gebieten gibt es fast immer kleine Straßen und Wege, die gut befahrbar sind, jedoch kaum benutzt werden. Diese können geradezu Ideal sein, um Abseits des Chaos, Distanz zwischen sich und eine mögliche Gefahr zu bringen.

Routenplanung

Für die Routenplanung am PC kann man das kostenlose Programm Google Earth bzw. die Webseite Google Maps nutzen. Beide haben jedoch den Nachteil, dass man auf eine Internetverbindung angewiesen ist und der Ausdruck der Route eher umständlich ist.

Wir nutzen stattdessen Garmin Basecamp. Auch diese Software ist kostenlos, die benötigten Karten findet man ebenfalls kostenlos im Internet. Besitzt man ein kompatibles Garmin Navigationsgerät oder eine Garmin Smartwatch, können auch deren Karten genutzt werden. Der große Vorteil: Einmal installiert, funktioniert die Software auch offline.

Training

Die Routen am Computer zu planen reicht nicht aus. Man muss die Strecken, Problemstellen und Ausweichmöglichkeiten auch kennen. Dafür sollte man sie ab und an abfahren und wichtige Stellen sowie die Fahrtdauer notieren.
So kann man sich auch in Ruhe mögliche Ausweichstellen einprägen und abfahren.